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Die Umschreibung “Virale Videos” ist ein Web-2.0-Schlagwort und bezeichnet Videoclips, die auf Online-Videoportalen wie YouTube hohe Abrufzahlen erhalten. Der Vorteil dieser Clips ist, dass sie sich durch Empfehlungen, Links usw. gleichsam von selbst (viral) verbreiten und mitunter von Millionen Menschen gesehen werden. Ein Produkt oder eine Person kann über virale Clips sehr schnell bekannt werden und das für vergleichsweise preiswerte Produktionskosten. Die selten erwähnten Nachteile viraler Clips: Es ist nicht leicht vorhersagbar, ob ein Clip zum viralen Erfolg wird oder nicht. Die meistgesehenen Clips im Internet sind zum Großteil leicht konsumierbarer Schabernack, Provokationen oder Peinlichkeiten. Um mit einigermaßen niveauvollen Sachen viele Menschen zu erreichen, bedarf es Kreativität, guter Ideen und Gespür für die User, sprich: Erfahrung mit Online-Videoportalen. Zudem darf nicht vergessen werden, dass ein einmal freigesetzter viraler Clip nicht wieder zurückgerufen werden kann. Man sollte also zu dem Clip stehen können. Nach unserer Auffassung ist es wichtig, die Sehgewohnheiten von Menschen zu beachten, die sich häufig Videos im Internet anschauen. Im Gegensatz zum TV hat man es im Internet nicht unbedingt mit der klassischen Situation “ein Sender -> viele Empfänger” zu tun. Der Zuschauer sitzt nicht mehr wie hypnotisiert vor dem Gerät und lässt sich vereinnahmen, er wird aktiver. Er erwartet einen Clip, der ihn möglichst sofort anspricht. Tut der Clip das nicht, ist das nächste Video nur einen Klick entfernt.
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